[ABGESAGT] SOV Konzert 1 | Symphonieorchester Vorarlberg

bild 2020-09 SOV 1

Programm


Samuel Barber

Adagio for Strings op. 11


Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 95 c-Moll, Hob.I:95


Leonard Bernstein

Serenade nach Platons »Gastmahl« für Solo-Violine, Streicher, Harfe und Schlagwerk


Kolja Blacher

Dirigent und Violine


Samuel Barber gilt als Vertreter der neuromantischen Musik – der musikalischen Avantgarde hat er nie angehört. Im Jahr 1936 bereiste er Europa, in Rom entstand in diesem Jahr sein Streichquartett op. 11. Dessen zweiter Satz, das Adagio, entwickelte ein höchst erfolgreiches Eigenleben: Barber instrumentierte das Adagio für Streichorchester, um der Klangfarbe mehr Brillanz zu verleihen. Arturo Toscanini, den Barber ebenfalls bei seinem Romaufenthalt kennenlernte, leitete 1938 die Uraufführung des Adagios for Strings in New York. Barber ließ dieses Stück jedoch nicht los: In den 1960er Jahren erfolgte eine weitere Bearbeitung, diesmal für Chor, und mit dem Text des Agnus Dei.


Angeregt durch einen Vorschlag des Geigers und Impresarios Johann Peter Salomon entschloss sich Joseph Haydn Ende 1790 zu einer Konzertreise nach London. Leicht gesagt, denn diese Reise führte ihn durch ein unruhiges und revolutionäres Europa – man kann sich vorstellen, wie beschwerlich die Reisezeit war, die 16 Tage dauerte. In England begann nun ein neuer Lebensabschnitt, der ihm nach beschaulichen Jahren am Esterházy-Hof bisher nicht gekannten öffentlichen Erfolg bescherte. Haydn nahm nicht nur aktiv am Londoner Musikleben teil, sondern lernte auch als Zuhörer viele Werke kennen – besonderen Eindruck machten Händels Oratorien Israel in Ägypten und Der Messias auf ihn. 1791 entstand seine Symphonie Nr. 95 als dritte der Londoner Symphonien.


1954 vollendete Leonard Bernstein seine Serenade für Solo­violine, Harfe, Schlagwerk und Streichorchester, die Uraufführung fand bereits im selben Jahr statt, am 12. September im ­Teatro La Fenice in Venedig, der Solist war Isaac Stern. Bald nach Beendigung dieses Werkes schrieb der Komponist eine Einführung, in der er betont, dass der Serenade »kein literarisches Programm« zugrunde liegt, »obwohl sie entstanden ist, nachdem ich Platons charmanten Dialog Das Symposion wieder einmal gelesen hatte. Die Musik stellt wie der Dialog eine Reihe miteinander verwandter Aussagen zum Preise der Liebe dar und folgt der von Platon gewählten Form des Auftretens nacheinander sprechender Figuren der griechischen Intelligenz«.

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