Bow

[VERSCHOBEN] Bregenzer Frühling: Jeon Misook Dance Company

©Gunu Kim

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Sehr geehrte Damen und Herren,


so sehr wir es in normalen Zeiten als unsere vorrangige kultur- und gesellschaftspolitische Aufgabe sehen, Begegnungen mit Kunst und Menschen zu ermöglichen, so sehr sehen wir es in diesen schwierigen Zeiten als unsere absolute Pflicht an, alles zu unterlassen, was die Ausbreitung des Corona-Virus fördern könnte.

 

Deshalb kann der Bregenzer Frühling mit seinen fünf Vorstellungen von März bis Mai 2020 nicht wie geplant stattfinden. Das tut uns nicht nur für Sie leid, die sich sehr darauf gefreut haben, sondern auch für die Compagnien, Tänzerinnen und Tänzer, die von dieser Krise besonders betroffen sind.

 

Das ist die schlechte Nachricht. Doch wir haben auch eine gute Nachricht. Sie müssen dieses Jahr nicht auf Tanz verzichten: Wir verschieben die fünf geplanten Aufführungen in den Herbst.

 

Bitte haben Sie noch etwas Geduld, denn wir koordinieren im Moment gerade die neuen Termine im Festspielhaus. Sobald die Termine fixiert sind, erhalten Sie umgehend eine Nachricht von uns. Alle für das Frühjahr gekauften Tanzpässe und Eintrittskarten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

 

Die Landeshauptstadt Bregenz bedankt sich für Ihre Geduld und für Ihr Verständnis. Wir hoffen sehr, Sie im Herbst alle gesund bei den fünf Tanzaufführungen begrüßen zu dürfen.

 

Für weitere Fragen und Informationen erreichen Sie uns unter kultur@bregenz.at.

Vielen Dank für Ihr Verständnis



„Ist die ‚Verbeugung‘ nur eine willkommene Geste oder hat sie eine tiefere Bedeutung?“


Jeon Misook ist unter den aktuellen Choreografinnen Koreas eine ungewöhnliche Stimme, verweigert sie sich doch konstant und mutig der Erwartung, ständig neue Werke zu produzieren. Stattdessen nimmt sie sich Zeit und unterzieht ihre Kreationen einem anhaltenden Prozess der Verdichtung. Die Basis ihrer Bewegungssprache entstammt dem Ballett, das sie verfremdet und erweitert. Durch Einflüsse aus den asiatischen Kampfkünsten gewinnt es bei ihr einen anderen Duktus, verändert sich in der Farbe. Theatrale Elemente, auch aus dem Repertoire der traditionellen koreanischen Gesten, kommen hinzu.


Misook nimmt in ihrem Werk „Bow“ eine der typischen Sitten ihres Landes unter die Lupe: das Verbeugen. Mal Begrüßungsgeste, mal Respektbezeugung vor Älteren oder hierarchisch Höherstehenden – hinter einer scheinbar schlichten Beugung des Oberkörpers verbergen sich komplexe, für Außenstehende unlesbare Bedeutungszusammenhänge.


In einer tänzerischen Tour de Force hinterfragt Misook diese vielschichtige Form der Kommunikation. Indem sie diese bricht und bis zur Unkenntlichkeit wiederholt, wird aus einem strengen Verhaltenskodex plötzlich etwas unerhört Revolutionäres. Die hochvirtuosen und brillant trainierten Tänzerinnen und Tänzer sind in der Lage, jede Nuance von Misooks Intentionen umzusetzen. Eine absolut lohnenswerte Begegnung mit der zeitgenössischen koreanischen Tanzszene.


Company aus Korea


Choreografie: Jeon Misook

Musik: Kim Jaeduk

Lichtdesign: Kim Junghwa

Kostüme: Choi Insook

Dauer: ca. 65 Min. ohne Pause

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