Ferdinand Schmalz «der herzerlfresser»

Unpop_EU-20-Herzerlfresser

Vor den Toren einer Kleinstadt soll ein Einkaufscenter eröffnet werden. Ein Prestigeprojekt des Bürgermeisters, das die Stadt attraktiver machen soll. Einkaufsparadies. Die Eröffnung steht bevor. Doch kaum steht der Bau, gibt es erste Risse im Beton, das Moorwasser aus dem Untergrund bahnt sich seinen Weg zurück an die Oberfläche. Und dann macht auch noch ein Serienmörder den Eröffnungsplänen des Politikers zu schaffen. Der Gangsterer Andi entdeckt im Sumpf eine Leiche. Weiblich. Mit herausgerissenem Herz. Der Sumpf ist gar nicht sumpfig, weil frisch zubetoniert. Da kommt so eine Frauenleiche reichlich ungelegen. Nein, jetzt sogar schon zwei. Padum. Entherzte. Padum. Im Moor findet man nacheinander Frauenleichen, in deren Brust anstelle des Herzens nur noch ein sumpfiges Loch mit Bissspuren an den Rändern klafft. Heimlich im Moor entsorgen, so die Krisenstrategie des Bürgermeisters. Um die Eröffnungsfeier nicht zu gefährden, beauftragt der ambitionierte Bürgermeister den Gangsterer Andi mit verdeckten Ermittlungen. Dieser plant, dem Herzerlfresser eine Falle zu stellen. Und womit ginge das besser als mit einem Frauenherz? Und während das Eröffnungsfest zum Kaufrausch lädt, dringt der Sumpf durch alle Ritzen. Und während die Musik zum Tanz aufspielt, schlagen die einen Herzen höher und die anderen gar nicht mehr. Ein Schuss und Schluss. Padum. Vor dem Hintergrund einer Mordserie, geschehen in der Steiermark im Jahr 1786, hat Ferdinand Schmalz, Nachwuchsdramatiker des Jahres 2014 (Theater heute) und Ingeborg Bachmann Preisträger 2017, eine groteske, tragikomische Farce über Liebe, Kapitalismus, Konsum und Perversion geschrieben.


Regie Stephan Kasimir

Ausstattung Caro Stark

Lichtdesign Othmar Gerster

Grafik Lena Seeberger

Produktionsleitung Lisa Weiß

Es spielen Martin Carnevali, Maria Strauss, Christian Streit, Roland Kuste, Anwar Kashlan. 

Chor Brigitte Walk, Hanno Dreher, Robert Kahr


Premiere 19. Februar 2020 / 20 Uhr Kulturhaus Dornbirn

Weitere Vorstellungen am 21., 22., 27., 28. und 29. Februar jeweils um 20 Uhr / Kulturhaus Dornbirn


Karten unter ensemble.unpop@gmx.at oder bei Ländleticket.at


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