Unten

Unten

In seinem Dokumentarfilm gewährt Djorde Čenić tiefe Einblicke in seine Familiengeschichte, die exemplarisch für Generationen von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern steht. „Die Backerbsensuppe ist super. Die Klassenunterschiede weniger.“ Mit witzigen, selbstironischen und berührenden Anekdoten begibt sich Djordje Čenić, Sohn einer Gastarbeiterfamilie, auf eine autobiografische Zeitreise in sein Heimatdorf im heutigen Kroatien und seine Kindheit in Linz. Unten wirft einen versöhnenden und beinahe zärtlichen Blick auf die Narben des ehemaligen Jugoslawien, auf die Erinnerungsarbeit und auf die alte und die neue Heimat des Filmemachers.“ (Diagonale)

Sie hatten in der Schule „muttersprachlichen Zusatzunterricht“, wo Tito neben Kirchschläger, die Fahne der SFRJ neben der Österreichischen hing und die Aufnahme zu den roten Pionieren der Höhepunkt war. Wenn sie großes Glück hatten, fanden sie relativ gut bezahlte Arbeit bei den verstaatlichten Betrieben wie VOEST und Semperit und konnten mit dem Erspartem beginnen ein Häuschen in der Heimat zu bauen. Dordjes Haus in der Heimat und das seiner Großeltern wurde aber vom Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen, als Jugendlicher wäre er bald mal den serbischen Nationalisten zugelaufen, obwohl er eigentlich im Kopf immer links war…

Franz-Grabner-Preis Diagonale Graz 2017: bester Kinodokumentarfilm

CROSSING EUROPE Linz 2016: Social Awareness Award - Local Artist ; EDN Award Sarajewo 2016

Im Rahmen der Integrationswochen ist der Regisseur Djordje Čenić am Donnerstag anwesend.

A 2016, 87 min, O.m.U.,

Regie und Buch: Djorde Čenić

 

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